♥♥♥ Du hast das Recht, Dich nicht zu rechtfertigen – zum Valentinstag 2020 ♥♥♥

Wie kontinuierliche Leserinnen und Leser meines Blogs wissen, ist der Valentinstag für mich jedes Jahr ein „Gedenktag“ zu Gunsten der eigenen Beziehung zu sich selbst.

Zur persönlichen Entwicklung gehört, sich selbst immer mehr anzunehmen und eine förderliche Balance zwischen sich selbst und der sozialen Umwelt herzustellen.

Meine Meinung ist:[su_spacer size=“50″]

Du hast erst mal grundsätzlich das Recht,

Dich nicht zu rechtfertigen.* [su_spacer size=“50″]

So oft beobachte ich das Spiel der unendlichen Rechtfertigerei im Alltag.

Dazu fange ich mit einem Spruch an, den ich mal aufgeschnappt habe: [su_spacer size=“50″]

Du kannst niemals alle mit deinem Tun begeistern.
Selbst wenn du übers Wasser laufen kannst,
kommt einer daher und fragt,
ob du zu blöd zum Schwimmen bist.

[su_spacer size=“50″] Ja, wir können es nicht allen recht machen und Kritik bleibt eben nicht aus. [su_spacer size=“50″]

Ich wurde mal zwischen Tür und Angel gefragt, ob ich nichts zu tun hätte, mein Auto würde letztens so viel in der Tiefgarage stehen.

Diese Bemerkung fand ich zwar irgendwie seltsam, aber spontan antwortete ich freundlich, dass ich meist mit dem Fahrrad unterwegs sei.

Durch meine Eile bedingt war ich unachtsam, denn später dachte ich in einer ruhigen Minute, dass ich keinerlei Antwort oder Rechtfertigung schuldig war.

[su_spacer size=“50″] Also gut, solche Situationen sind für mich wunderbares Material für meine persönlichen Lehren, neudeutsch „Learnings“.

Ich kann nicht verhindern, dass andere Menschen sich über mich oder sonstwen Gedanken machen, aus welchen Gründen auch immer.

Und: ich muss mich nicht in deren Gedankenwelten einklinken.

Indem ich mich für mein abgeparktes Auto erst mal arglos rechtfertigt habe, bin ich in den Zug der Gedanken anderer eingestiegen.

Dabei war das gar nicht mein eigener Zug und letztendlich habe ich nie genauer erfahren, weshalb ich gefragt wurde. [su_spacer size=“50″]

Du musst nicht in den Zug fremder Gedanken und Bewertungen einsteigen - Du hast ja schon mit den eigenen genug zu tun ;-)

Ich habe ja auch nicht weiter nachgefragt, denn schließlich wollte ich den Zug fremder Gedanken und Bewertungen baldigst wieder verlassen 😉 [su_spacer size=“50″]

Vielleicht fragst Du Dich gerade: [su_spacer size=“50″]

Doch warum wischen wir die Aussagen anderer über uns nicht einfach weg wie Kreide von einer Tafel ?

[su_spacer size=“50″] Wir sind meistens erzogen, zu anderen freundlich und nett zu sein, deren Anliegen grundsätzlich zu respektieren.

Das ist ja nur der eine Teil der oben erwähnten Balance. Der andere betrifft uns selbst.

Das heißt: zu sich selbst freundlich und nett zu sein, die eigenen Anliegen grundsätzlich zu respektieren.

Bei aller Freundlichkeit – es wird stets Menschen geben, die Dich und mich bewerten und es ist so: [su_spacer size=“50″]

wir bewerten uns gegenseitig ständig. [su_spacer size=“50″]

[su_spacer size=“50″] Niemand stellt hierbei eine Ausnahme da.

[su_spacer size=“50″] Für die Gedanken und Bewertungen anderer sind weder Du noch ich verantwortlich. [su_spacer size=“50″]

Neulich erörterte ein jüngerer Klient, dass seine Mutter sich ständig rechtfertigen würde.

Wir wissen nicht, unter welchen Bedingungen ein Mensch aufwuchs, ob vielleicht in einem Lebensgefüge, wo es im Elternhaus, der Nachbarschaft oder sonstigem Kontext nötig war, sich wieder und wieder zu bestätigen, um nach außen stets eine ordentliche weiße Weste zu beweisen und „keine Schande“ über die Familie kommen zu lassen.

Evolutionär ist eine intakte Gemeinschaft für uns Menschen überlebenswichtig. Um sicher zu sein, dass eine Siedlung oder eine Sippe auch in Notzeiten verlässlich zusammenhält, war es wesentlich, die Loyalität zu den geltenden Bedingungen und Regeln immer und immer wieder zu bestätigen.

Heute rechtfertigen wir uns, um Harmonie aufrecht zu erhalten. Wir möchten dazu gehören und Ärger möglichst vermeiden. Der Vorgang des Rechtfertigens erfolgt zumeist ganz automatisch und hinterher fühlt man sich nicht wirklich „rehabilitiert“ und fasst sich sozusagen an den Kopf.

[su_spacer size=“50″] Der Rechtfertigungsmodus als Lernerfahrung [su_spacer size=“50″]

Es heißt, dass diejenigen, die sich häufig rechtfertigen, zu wenig Selbstbewusstsein haben .

Zu wenig Selbstbewusstsein ist zwar eine mögliche Erklärung, aber nicht die einzige.

Machen Erziehende Kindern vor, dass es nötig ist, sich häufig rechtfertigen zu müssen, fehlt eventuell die Lernerfahrung, dass grundsätzliches Vertrauen ebenfalls eine verbindende und untermauernde Kraft ist.

Auch tiefe Überzeugungen manifestieren rechtfertigendes Verhalten. Z.B. „Wer unbehelligt bleiben möchte, benötigt Argumente.“ oder „Erst die anderen und dann ich.“ oder „Kritik und Zweifel müssen sofort aus dem Weg geräumt werden, damit der Ruf tadellos bleibt.“

Ich als Individuum entscheide erst mal selbst, wie ich meine eigene Antwort auf eine Frage an mich sehe.

Sehe ich darin eine Rechtfertigung oder schlicht eine Erklärung und halte ich eine Reaktion meinerseits darauf für tatsächlich nötig? Was ist meine Bewertung?

[su_spacer size=“50″] Fühlen wir uns im Rechtfertigungsmodus, haben wir

  1. selbst zuvor bewertet, dass die andere Seite uns nicht traut,
  2. haben wir vielleicht auch uns selbst bewertet, einen Fehler begangen zu haben. [su_spacer size=“50″]

Aber ob das so stimmt, wissen wir nicht. [su_spacer size=“50″]

Wir können alle keine fremden Gedanken lesen. [su_spacer size=“50″]

Wir fühlen uns jedoch im Minus, schlechter, wie der Angeklagte vor dem Richter. [su_spacer size=“50″]

Ein paar Zeilen zuvor schrieb ich, dass wir uns meistens automatisch in den Rechtfertigungsmodus begeben. [su_spacer size=“50″]

Im Automatismus angekommen, handeln wir nicht mehr selbstbestimmt, wir reagieren auf den anderen und passen uns mit unseren Antworten so an, bis wir den Eindruck haben, der andere sei beruhigt.

Wir steigen ins automatische Reagieren ein, um uns selbst besser zu fühlen und um anderen gute Gefühle und Gedanken über uns selbst zu ermöglichen.

Wir strampeln mit Argumenten, um uns über Wasser zu halten und das schlaucht entsprechend.

Oft denken wir nach solch einer Situation weiter über diese nach und schleppen schlechte Gefühle und Unsicherheit mit uns mit.

Dabei wollten wir doch bloß die schlechten Gefühle und Gedanken loswerden und haben uns selbst immer „fertiger gemacht“. [su_spacer size=“50″]

Meine Erfahrung ist jedoch die: gerade schlechte – auch diffuse – Gefühle auf „Vorwürfe“ anderer sind ein praktischer Reminder,

um kurz anzuhalten und wieder in eine aktivere Rolle zu gelangen. [su_spacer size=“50″]

Ich schrieb zu Beginn des Artikels, dass ich …“die Bemerkung zwar irgendwie seltsam fand,…durch meine Eile bedingt unachtsam war…“.

[su_spacer size=“50″] Mit mehr Achtsamkeit hätte ich nachfragen können, was denn genau gemeint war.

[su_spacer size=“50″] Mit mehr Anwesenheit im Moment hätte ich auch um Nachsicht bitten können, dass ich es gerade sehr eilig habe.

[su_spacer size=“50″] Egal wie meine Reaktion gewesen wäre, mit mehr Achtsamkeit oder Anwesenheit im Moment hätte ich den Zug fremder Gedanken und Bewertungen nicht betreten müssen.

[su_spacer size=“50″] Nein, es geht nicht um „hätte, hätte, Fahrradkette“, sondern um meine persönliche Erfahrung und die Konsequenz, die ich aus ihr ziehe.

Ich muss auf das, was von außen sozusagen auf mich eingeworfen wird, nicht gleich eingehen. [su_spacer size=“50″]

Ich darf um Verlegung, Vertagung, Aufschub, Zurückhaltung, Akzeptanz, dass ich nicht antworten oder reagieren möchte usw., bitten .
Ich darf aber auch nachfragen, was gemeint sei, was gedacht würde, worum es ginge usw, wenn ich möchte.
Du darfst selbst ins Handeln kommen !

[su_spacer size=“50″] Ich darf um Verlegung, Vertagung, Aufschub, Zurückhaltung, Akzeptanz, dass ich nicht antworten oder reagieren möchte usw., bitten .

Ich darf aber auch nachfragen, was gemeint sei, was gedacht würde, worum es ginge usw, wenn ich möchte.

[su_spacer size=“50″] Es ist zweifelsohne eine Sache der Übung, schlechte Gefühle als Indikator zu nutzen, um aus dem Automatismus des Rechtfertigens auszusteigen.

*Mir ist klar, dass es Situationen im Leben gibt, in denen wir uns sinnvollerweise rechtfertigen müssen, z.B. im beruflichen Bereich.

Aber Du wirst von selbst erkennen, in welchen Lagen in Deinem Leben es Dir gut tut, das Rechtfertigen zu lassen.

[su_spacer size=“50″] Achtsamkeit ist das Zauberwort.

[su_spacer size=“50″] Zu Beginn wird es noch ein wenig ungewohnt sein, Dein innerer Kritiker wird Dich ein wenig anpieksen.

Klar, er muss es tun, denn schließlich verlässt Du damit wieder ein Stück Deiner Komfortzone.

Es ist seine Art, Dich zu beschützen. (Wenn Du magst, danke dieser Instanz in Deinem Inneren dafür. Du entscheidest dies.)

Es wird Situationen geben, in denen es Dir wunderbar gelingt, den neuen Weg zu beschreiten und dann wird es auch solche geben, in denen es eben nicht läuft.

Es lohnt sich, diese als Erfahrungsquelle zu nutzen und sich dadurch selbst besser zu erkennen und sich dadurch selbst näher zu kommen.

[su_spacer size=“50″] Wie will ich es zukünftig in ähnlichen Situationen haben? Wie will ich reagieren ?

[su_spacer size=“50″] Ich habe für mich gelernt, wenn ich mich auf den Weg zu meiner Praxis mache, bin ich innerlich bereits in dieser und bei den Menschen, mit denen ich dort verabredet bin.

Das ist mir übrigens sehr wichtig.

Ich habe mit mir selbst ausgemacht, bei den Dingen, die die Außenwelt dann an mich heranträgt, erst mal innerlich tief zu atmen und kurz zu testen, wie es sich für mich anfühlt und dann entsprechend zu handeln.

Klappt es, freue ich mich und falls nicht, nutze ich die Erfahrung für die Zukunft: [su_spacer size=“50″]

Ich kann andere nicht ändern, aber ich kann dafür sorgen, dass ich mich selbst besser wahrnehme und mein Denken, Fühlen und Handeln bestimme.

[su_spacer size=“50″] Was konntest Du aus meinem Impuls für Dich mitnehmen und eventuell in Deinem Alltag umsetzen ?

Schreib es gerne in den Kommentar.

Ich wünsche Dir nicht nur einen schönen Valentinstag, sondern

gute Gedanken und Gefühle jederzeit.

Deine

Valentinsbotin Claudia

♥♥♥ P.S.: Sofern Du rechts oben im Suchfeld den Begriff „Valentinstag“ eingibst, findest Du meine älteren Valentins-Artikel für eine immer bessere Beziehung mit Dir selbst ♥♥♥

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