Was passiert im Körper bei Stress?

plus erste Tipps zum Verscheuchen von Stress

Ob äußerer Stress wie Streitigkeiten oder Verspätung Deines Busses oder innerer Stress durch negative Gedanken – Zack! – Deine Nebenieren schütten sofort Stresshormone aus. Adrenalin und Cortisol lassen das Stresssystem anlaufen wie bei einem Motor, der plötzlich ungebremst losrennt. Herzschlag und Blutdruck erhöhen sich, die Pupillen werden weit, mehr Blut wird in die Muskulatur gepumpt und die Leber schüttet Glukose aus.

Lass es Dir nochmal auf der Zunge zergehen: das passiert schon bei minimalem Stress!

Chronischer Stress und seine Symptome

 

 

Wir sind immer noch so was von Steinzeit!

In der Steinzeit waren diese körperlichen Reflexe lebenserhaltend, denn sie machten den Menschen flucht- oder auch kampfbereit. Energie und höchste Wachsamkeit wurden quasi auf Knopfdruck bereitgestellt.

Also kaum war man erfolgreich vor dem berüchtigten Säbelzahntiger davongedüst oder hatte diesen verjagt, konnte das aufgeheizte System wieder zur Ruhe kommen. Der Fall war ja schließlich erledigt.

Dieser Stressreflex besteht in uns jedoch heute weiterhin. Seit der Steinzeit hat sich unsere Umwelt gravierend verändert. Wir haben sehr viel technischen Fortschritt gewonnen und als „Bonus“ noch ein Megabündel an Stressquellen erhalten. An sich sind unser Organismus und unser Geist sehr wohl in der Lage, sich ganz von selbst von einem begrenzten Stress wieder zu erholen. In der Steinzeit geschah dies durch Bewegung, also durch das Weglaufen vor dem Feind oder durch den aktiven Kampf. Die Bewegung baute die durch die Hormonreaktion bereitgestellten Körpervorgänge wieder ab.

In unserer Zeit können wir meist nicht fliehen oder uns in ein Duell begeben, das wäre ja auch recht ungünstig, wir würden uns strafbar machen, andere seelisch oder körperlich schädigen und unsere Kunden oder Vorgesetzten vergrätzen.

Da Stress sich unter solchen Bedingungen schlechter oder kaum abbauen lässt, bleibt ein gewisser Pegel an Stresshormonen stehen.

Stell Dir mal ein Glas Wasser oder Schorle vor, aus dem Du immer nur eine bestimmte Menge abtrinkst. Es ist immer ein gewisser Wasserstand im Glas. Nun ist es aber so, wann immer Du abtrinkst, wird unaufhaltsam nachgefüllt. Du trinkst immer hastiger ab, aber irgendwann ist Dein Magen voll, kein Schluck geht mehr in Dich hinein. Irgendwann gibst Du auf und es wird dennoch weiterhin nachgeschenkt und schließlich läuft das Glas über.

Du kennst ja den Spruch vom Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt…

 

Und so ist es auch mit den Folgen von nicht abgebautem Stress.

Steter Tropfen höhlt den Stein (macht die eigene Resilienz /Bewältigungskraft mürbe) oder bringt das Fass zum Überlaufen.

 

Was kann ein Mensch tun, um aus dieser Spirale auszutreten?

Mein Tipp ist, dem gereizten System ganz bewusst eine Pause zu geben, so wird das Muster unterbrochen und es erinnert sich daran, dass Stress nicht normal ist. In der Zeit hören schon mal die Nebennieren auf, ständig nachzuliefern. 😉

Bewusste Pausen erreichst Du durch das Anwenden Dir vielleicht schon bekannter Anti-Stresstechniken oder indem Du zu mir kommst und Dir Anwendungen wie meine „Wellness für die Seele“-Angebote  nutzt.

Gönne Dir immer wieder sanfte machbare Bewegung. Schließe Deinen Tag mit einem Spaziergang ab, nutze immer öfter Dein Fahrrad. Komme auch gerne mal kurz aus der Puste, aber halte sonst eher den Ball flach. Niemand hat etwas davon, wenn Du Dich untrainiert über Deine Kräfte oder Kondition hinaus bewegst.

Nutze auch gerne meine Anregungen aus der  obigen Infografik !

Überlege, wo Du was ändern kannst und wo Dir Akzeptanz des Gegebenen eine gute Hilfe wäre.

⚡ Denke dran, wir sind noch immer Steinzeit:  Fühlen wir uns innerlich im Kampfmodus, fühlt sich unser System auch stets bedroht.

Fühlen wir uns im Frieden , haben die Nebennieren keinen Grund Stresshormone auszuschütten. Wir können uns unseren Frieden erschaffen, indem wir produktiver und weniger wertend denken.

Wie das geht, kannst Du ebenfalls mit meiner Hilfe erfahren und nutzbringend in Deinen Alltag einbringen.

Ich wünsche Dir stressfreie Zeiten! ✿✿✿

Deine Stressverscheucherin Claudia Enneker

2 thoughts on “Was passiert im Körper bei Stress?

  • 9. Oktober 2018 um 14:30
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    Ich habe schon des Öfteren eine stressige Situation gehabt, jedoch war mir noch nie bewusst, wie der Körper auf einer biologischen/psychologischen Ebene reagiert. Sehr spannend. Ich glaube auch, dass es wichtig ist zu wissen, wie der Körper und der Geist funktioniert, um sich selber besser zu verstehen. Damit man am Ende dann auch besser auf seine Bedürfnisse eingehen kann. Daher bin ich sehr begeistert diesen tollen, informativen und aufschlussreichen Artikel gefunden zu haben! An dieser Stelle schonmal ein großes Dankeschön.

    Auch wenn ich mir keinen Stress wünsche, so weiß ich mit großer Sicherheit, dass die nächste Stresssituation früher oder später kommen wird. Es kommt nämlich darauf an, wie man damit umgeht und wie man den Stress auch verscheuchen kann um den gleichen Wortgebrauch zu verwenden. Eine wirklich sehr fundierte und ausgiebige Liste. Ich werde mir auf jeden Fall die angesprochenen Aspekte merken. Falls mal die „Klassiker“ wie Yoga oder Musik nicht mehr funktionieren. Außerdem hilft mir die Einnahme von xxxxxxxxxxx auch sehr, sodass ich viel Stress reduzieren kann. Auch wenn man zwischen positiven und negativen Stress unterscheiden sollte, so sollte man nicht immer und dauernd unter Stress stehen. Das ist eine wichtige Erkenntnis, die einige vielleicht noch finden müssen….

    LG. M. P.

    Antwort
    • 9. Oktober 2018 um 18:16
      Permalink

      Vielen Dank für die freundlichen Worte und das nette Kompliment. Ich wünsche Dir ebenfalls, dass Du von Stress verschont bleibst und freue mich, dass mein Artikel für Dich hilfreich war. Bitte verstehe, dass ich auf meinen Blog-Seiten Verweise auf Medikamente und oder Werbung entferne, da dies nicht zu meiner Arbeit passt und dies als indirekte Empfehlung meinerseits an andere verstanden werden könnte, was ich ethisch nicht vertrete.
      Und die Lösungen, um Stress loszuwerden, sind stets eine individuelle Sache.
      Dir alles Gute weiterhin!
      LG Claudia Enneker

      Antwort

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