Was passiert im Körper bei Stress? – plus erste Tipps zum Verscheuchen von Stress

Ob äußerer Stress wie Streitigkeiten oder Verspätung Deines Busses oder innerer Stress durch negative Gedanken – Zack! – Deine Nebenieren schütten sofort Stresshormone aus. Adrenalin und Cortisol lassen das Stresssystem anlaufen wie bei einem Motor, der plötzlich ungebremst losrennt. Herzschlag und Blutdruck erhöhen sich, die Pupillen werden weit, mehr Blut wird in die Muskulatur gepumpt und die Leber schüttet Glukose aus.

Lass es Dir nochmal auf der Zunge zergehen: das passiert schon bei minimalem Stress!

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Orthorexie – Sehnsucht nach Sicherheit

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Jakob ist 51 und hat einen guten Job. Seine Eltern sind stolz auf ihn, er war schon immer klug und lernbegierig. Jakob besucht seine eine gute Stunde Fahrzeit entfernt lebenden Eltern nicht sehr häufig. Es ist bei seinen Eltern Sitte, wenn die Familie zu Besuch kommt, ein Festtagsessen zu kochen und dies gemeinsam zu genießen.

Jakob kann diese Mahlzeiten schon lange nicht mehr tolerieren. Eine Zeit lang reduzierte er seine Besuche auf ein Mindestmaß, um nicht an den Festmahlen teilnehmen zu müssen. Mittlerweile ist sein Vater nicht mehr beweglich und Jakob kann ihn nur noch sehen, wenn er zu ihm fährt.

Jakob kam auf die Idee, seiner Mutter genaue Anweisungen zu geben, was sie für ihn zu kochen habe. Er stellte eine Liste der Lebensmittel auf, die verwendet werden dürfen. Fett und Zucker sind für ihn tabu und er sendet seiner Mutter Rezepte zu, nach denen sie für ihn kochen darf, denn falls nicht, würde er nichts essen und eventuell auch gar nicht mehr zum Besuch erscheinen.

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Depressive können von Kohlenhydraten profitieren – mein Beitrag zum Tag der gesunden Ernährung

 

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Nachdem ich ein frisches Dinkel-Chia-Brötchen gefrühstückt hatte, las ich einen Artikel zum Thema Kohlenhydrate. Dies passt aus meiner Sicht wunderbar zum 07. März, dem Welttag der gesunden Ernährung. Und noch schöner: die Welten der Psychotherapie und der Ernährungswissenschaft geben sich dabei die Hand.

Im Rahmen einer Studie zur sogenannten DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension), die an sich für Menschen mit Bluthochdruck gedacht ist, stellte sich heraus, dass das Risiko der Teilnehmer an Depressionen zu erkranken, um 11% verringert wurde.

Das Wort „Diät“ ist hier im Sinne von „Maßnahme zur ernährungsbasierten Verbesserung der eigenen Gesundheit“ gemeint und nicht im Sinne von „Abspecken“.

Im Rahmen der DASH-Diät werden die Zufuhr von Salz und Fetten sehr gesenkt und der Verzehr von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten erhöht. Diese Ernährungsweise ist also stark kohlenhydratbetont.

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♥♥♥ Ein außergewöhnlicher Brief – zum Valentinstag 2018 ♥♥♥

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Hallo, Ihr lieben Leserinnen und Leser,

heute möchte ich Euch mit noch viel mehr Liebe als sonst begegnen.

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich mag den Valentinstag. Nicht nur, weil meine liebevolle und gütige Ur-Oma an diesem Tag  Geburtstag hatte, sondern weil ich es schön finde, der Liebe durch diesen Tag besonderen Raum zu widmen.

Mancher tut dies durch Geschenke, mancher durch Worte und Gesten, mancher durch Erinnerungen.

Wie auch immer wir die Liebe feiern. Da gibt es noch mehr als die Liebe zwischen zwei Partnern: es gibt diese eine besondere Liebe, die wir ganz achtsam und herzlich pflegen dürfen – auch an allen anderen 364 Tagen des Jahres.

Die Liebe zu uns selbst. Vielleicht ist für einige das Wort „Liebe“ hier zu stark, störend oder kitschig oder anderweitig nicht gefällig. Dann darf das Wort „Liebe“ auch gerne durch „Zuneigung, Wertschätzung, Sympathie, Mögen, Respekt“ oder ein anderes passendes Wort ersetzt werden.

So oft vergessen wir, uns Gutes zu sagen und selbst wenn wir es uns sagen, vergessen wir oft den Inhalt. Gerade für schwierige Zeiten , in denen es uns an Selbstvertrauen und Selbstliebe mangelt, ist es eine schöne Sache, ein paar wärmende Zeilen zur Hand zu haben.

 

Damit Du nie vergisst, was Du an Dir hast!

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Wie Du von Selbsthilfeliteratur profitieren kannst

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Heutzutage ist es Usus, sobald uns Menschen Probleme plagen, zuerst zu Ratgebern zu greifen und die Sache unter die Lupe zu nehmen. Die interessierten Leserinnen und Leser suchen beispielsweise nach Erkenntnis, einer Diagnose und Wegen aus dem Dilemma.

 

Der Markt boomt entsprechend und für Nachschub ist gesorgt. Hohe Auflagen ermöglichen oft den Druck als Taschenbuch zu einem Preis, den sich die meisten leisten können.

 

Mancher legt nach einer gewissen Weile das Werk wieder weg, weil es nicht die ersehnte Hilfe geboten hat und die Verwirrung dafür noch größer wurde. Wie konnte es denn dazu kommen?

Hier nun ein paar Anregungen und Erfahrungen aus meinem Praxisalltag:

 

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Interessante Phobien aus der Welt des Essens

 

Mittlerweile sind über 600 Phobien bekannt.

Phobien sind spezifische Ängste, die sich auf bestimmte Objekte oder Situationen beziehen.

Ängste in Bezug auf Essbares oder Getränke sind verbreiteter als man ahnt.

Betroffene werden eventuell belächelt oder für Wichtigtuer gehalten. Daher wird das Leiden gerne verborgen und Betroffene basteln sich kreative Strategien, um ihren Alltag zu durchstehen und die Angstauslöser zu vermeiden.

 

Theoretisch kann es jeden treffen .

 

Etwas nicht so lecker zu finden oder nicht zu mögen, bedeutet nicht unwillkürlich, an einer Phobie zu leiden.

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Wann hat Angst einen Krankheitswert

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Angst kennt jeder Mensch. Angst hat niemand gerne. Doch Angst ist nicht nur unangenehm, sie ist auch wichtig.

Die Grundaufgabe der Angst, ist uns zu schützen. Z.B. vor waghalsigen Aktionen wie einfach auf eine befahrene Fahrbahn zu laufen oder arglos in ein unbekanntes Gewässer zu hüpfen.

In der Geschichte der Menschheit half Angst beim Überleben.

 

Wir unterscheiden zwischen realer Angst und pathogischer Angst, also Angst mit Krankheitswert.

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Mit mehr Gelassenheit Prioritäten einhalten

In den Medien und in den Social Media grassiert das Thema Prioritäten. Man resümiert, was aus den Vorsätzen vom Jahresbeginn wurde. Ich mache dieses Mal auch mit. 🙂

Eckhart von Hirschhausen sagte kürzlich in einem Radio-Interview zum Thema Ziele , dass er einen Sozialwissenschaftler gefragt hätte, warum Menschen sich gleich zu Jahresbeginn den Kalender mit Terminen vollfrachten. Der Befragte antwortete, dass es möglich wäre, dass Leere eine gewisse Angst erzeugen könnte.

 

Und so kann es wohl auch sein, wenn Menschen sich viele Prioritäten setzen, dass sie so versuchen, Angst oder Furcht zu vermeiden: nämlich, Dinge zu vergessen oder zu wenig Wesentliches auf dem Schirm zu haben.

Beim Thema „Prioritäten setzen“, plädiere ich für Gelassenheit.

 

Ich arbeite immer wieder mit Klientinnen und Klienten, die an Stresserkrankungen und -auswirkungen leiden und erarbeite dabei auch Prioritätenrankings zu verschiedenen Bereichen ihres Lebens.

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Daher ist mein Ansatz: „Weniger ist mehr!“

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Emotionales Essen – was ist das? Eine kurze Annäherung

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Museum der Gelüste 🙂

Menschen, die von emotionalem Essen geplagt sind, haben schon so viel probiert und landeten meist dann wieder da, wo sie begannen.

Sie fühlen sich dem Essen ausgeliefert, wie magisch angezogen, fühlen einen Mangel an Kontrolle gegenüber Lebensmitteln, bezeichnen sich als gnadenlose Genießer, resignieren, schämen sich, blühen auf durch das richtige Essen zur richtigen Zeit, halten sich für schwach, wissen nicht, wann sie satt sind, sehen Essen als bloße Notwendigkeit, halten Lebensmittel für gut oder böse, haben Schuldgefühle …

Jeder Mensch, der an emotionalem Essen leidet hat sein eigenes Potpourri an Gedanken und Gefühlen, die sogar widersprüchlich sein können.

Die obige Aufzählung ist noch lange nicht komplett.

Emotionales Essen oder „Emotional Eating“ grassiert mittlerweile schon seit längerer Zeit als fester Begriff in der Ernährungspsychologie. Andere landläufige Umschreibungen für emotionales Essen sind z.B. Frustessen oder Stressessen.

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Dickmacher Angst

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Ich erlebe immer wieder Menschen, die sich in einer Dauerdiätschleife befinden. Dabei ist es unwesentlich, ob sie tatsächlich übergewichtig sind oder nicht oder diese „ominösen 2-5 Kilos zuviel“ mit sich tragen.

Von dieser Personengruppe hört man Sätze wie: „Ich brauche den Kuchen nur anzuschauen und habe gleich ein Kilo drauf.“ oder „Ich lasse ja schon die Kohlenhydrate weg und nichts tut sich.“ oder auch „Ich esse nach Plan .“ bzw. „Ich esse nur gesund.“

Aus Ernährungsprotokollen dieser Menschen weiß ich, dass sie eines gemeinsam haben: sie essen kalorisch betrachtet zu wenig. Der Stoffwechsel ist im Bunker- und Überlebensmodus und freut sich über jede neue Kalorie, denn diese wird gleich in Speicherfett umgesetzt.

Erfahren diese Menschen, dass sie ja zu wenig zu sich nehmen und deshalb diesen raffgierigen Stoffwechsel hätten, nehmen sie diese Feststellung mit ihrer Vernunft und Intelligenz als klar nachvollziehbar an. Dennoch gelingt es ihnen oft nicht, endlich einen anderen Weg zugunsten ihres Körpers einzuschlagen.

Was steht also im Weg?

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