♥♥♥ Akzeptanz – der Motor für Deine Entwicklung und Freundschaft mit Dir selbst – zum Valentinstag 2019 ♥♥♥

Es gibt diese eine besondere Liebe, die wir ganz achtsam und herzlich pflegen dürfen – auch an allen anderen 364 Tagen des Jahres.

Ihr wisst es schon, es geht um die Liebe, Freundschaft, Zuneigung, Wertschätzung, Sympathie oder den Respekt uns selbst gegenüber.

Auf den ersten Blick klingt die Überschrift möglicherweise konträr. Für manche bedeutet Akzeptanz so viel wie „Ergebenheit“, „Fatalismus“, „Resignation“oder „Stillstand“ also irgendwas im Sinne von „isso und da geht nix mehr“.

Mein Begriff der Akzeptanz stammt aus der Achtsamkeitspraxis und bedeutet „annehmen desssen, was ist“. Erkennend, ohne Wertung und gegenwärtig.

Ich möchte Dir hier darstellen, warum Akzeptanz auf jeden Fall wesentlich ist, um sich zu verändern, zu entwickeln und etwas zu erreichen.

Du kennst bestimmt mindestens eine Person aus Deinem Umfeld, die irgendwas für sich verändern oder hast sogar selbst mal die Erfahrung gemacht, dass Du selbst etwasverändern wolltest.

Trotz Mobilisierung aller Kräfte klappte das Unternehmen leider nicht.

Unterwegs gefunden:

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Kleines plastisches Beispiel:

viele Abnehmwillige kennen das Dilemma.

Am liebsten wäre man den lästigen,speckigen und voluminösen Körper sofort los. Man ärgert sich , hadert mit der eigenen Disziplinlosigkeit und kasteit sich dann besonders, um möglichst schnell dem Speck den Garaus zu machen. Dass dies den Körper und den Geist stresst, ist nachvollziehbar.

Je mehr wir den Ausgangszustand verteufeln und verdammen, umso mehr befinden wir uns in einem Kampfmodus mit uns selbst. Wir verteufeln unser Sein und unsere Gesamtheit und betrachten uns selbst durch die Brille der Problemtrance.

Dadurch entfernen wir uns von uns selbst und erhöhen den Stresspegel.

Dieser Stress weckt unsere höchstpersönlichen antiquierten Antistressmethoden auf, die durch die Macht der Gewohnheit und jahrelangen Erprobung bestens und automatisch funktionieren und uns wieder ins alte Dilemma führen.

Kurz gesagt z.B. durch Trösten mit Essen. Und das Abspeckvorhaben wird in die Tonne geworfen.



 Was auch immer Du vor hast, vielleicht habe ich hier einen interessanten Ansatz für Dich zur Erprobung.


Ob Du eben Gewicht verlieren möchtest,Ängste abbauen, endlich einen Partner finden willst, Deinen Job wechseln möchtest, mit Akzeptanz des momentanen Ist-Zustandes geht es leichter.



Akzeptanz durch eine veränderte Wortwahl

Hilfreich ist dabei bereits die sprachliche Darstellung der Ausgangssituation.

Anstelle von „Ich bin fett“ spüre mal nach, wie sich folgende Formulierung anfühlt:

„Ich habe (momentan) Übergewicht“.

Oder anstelle von „Ich bin ängstlich“probiere: „Ich habe Angst vor…“

Anstelle von „Ich bin frustiert von meinem Job“ wäre vielleicht „Ich habe im Job Probleme“ eineIdee.

Du siehst bestimmt sofort, um was es mir geht: die Identifikation mit dem Problem zu verringern und eine Distanz zu erzeugen.

Innerlich einen Schritt vom Thema zurückzutreten erzeugt eine neue Perspektive.

Die Benutzung der Wörter „sein, bin,bist, sind, sein, ist“ erzeugt unbewusst eine Identifikation und auf tieferer Ebene wird verstanden: „Ich b i n das Problem“ .

Eine leise Botschaft der Unveränderlichkeit, die so manchen Mangelhaftigkeit spüren lässt , was wiederum Stress auslöst… (s. Beispiel oben).

Mit einem distanzierteren Blick auf daszu lösende Problem trennt man sich vom Sog der vielen Stress-Gedanken, die um dieses herum wabern.

Die Chance, sich dann selbst mit dem wohlwollenden Blick eines Freundes entspannter zu betrachten, erhöht sich.

Wir setzen uns dann weniger unter Druck, geben uns Zeit, sind nachsichtig, handeln machbarer und alltagstauglicher und sind eher geneigt, uns selbst die nötige Wertschätzung zu erteilen.


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Kleine Übung dazu:

bei der nächsten Sache , die Du persönlich an Dir oder für Dich ändern möchtest, betrachte Deine Wortwahl beim Beschreiben der Ausgangslage. Sprich es Dir laut vor.

Kommen „sein, bin, bist, sind, sein, ist“ darin vor?

Falls ja, ersetze dies durch Verben aus der haben-Gruppe.

Sprich den oder die Sätze Dir wieder laut vor.

Fühle hinein.

Was hat sich für Dich verändert?



Akzeptanz durch realistische Erwartungen

Es gab mal einen Diätanbieter, auf dessen Seite man das Datum des Erreichens des eigenen Gewichtsziels bei Einhaltung der neuen niedrigeren Kalorienzahl berechnen lassenkonnte.

Dieses wurde in Form einer steil nach oben laufenden Geraden gezeigt.

So ähnlich sah sie aus.

Da nun der menschliche Körper jedoch keine Maschine ist und verschiedenen Schwankungen unterliegt, kann man sich ja gut vorstellen, dass diese Erfolgsgerade und das Einhalten des Datums der Zielerreichung eher eine Wunschvorstellung sind.

Wer jedoch das Programm beim Anbieter buchte, vertraute diesem (mehr als sich selbst) und erwartete, dass dieser als Experte es ja besser wissen müsste und die Prognose absolut stimmig war.

Was nun aber, wenn sich die eigene Abnahme nicht parallel zur Prognose verhielt?

Möglich, dass mancher resignierte und auch möglich, dass andere wiederum sich nicht irritieren ließen.

Vielleicht gibt es Entwicklungen von Menschen, die schnurgerade verlaufen.

Ich behaupte jedoch, dass folgender Verlauf eher zutrifft:

Die gute Botschaft dabei:

das Ziel wird auch so erreicht, doch zuvor kann es passieren, dass Hindernisse überwunden, Umwege gegangen werden und Stillstände ausgehalten werden müssen.*

 Mit folgender Einstellung gehen wir auch den krummen Weg: jede dieser „Haltestellen“ hat ihren Sinn.Vielleicht ist es gut innezuhalten, um mit dem Tempo mitzukommen,vielleicht benötigen wir Zeit zur Gewöhnung, vielleicht ist es so besser für unseren Körper, vielleicht tun kleine Zwischentests ganz gut und erden uns, vielleicht benötigen wir eine Erweiterung unserer Sicht oder eine Neuausrichtung unseres Ziels.

Irgendwer sagte mal: „Es gibt keine Hindernisse, sondern nur Erfahrungen.“

Ohne die lehrreichen Erfahrungen durch Hindernisse wäre so manche technische oder geistige Errungenschaft nie gemacht worden.

Wenn es auf Deinem Weg zum Ziel nicht so läuft, wie Du es gerne hättest, dann bedeutet dies nicht, dass Du schlecht oder unfähig oder hoffnungslos bist, sondern, dass irgendwas verändert werden darf.

Und da hilft es wieder, innerlich einen kleinen Schritt zurückzugehen, freundschaftlich mit sich selbst umzugehen und vielleicht die Sache zu überschlafen.

Du weißt ja, manches löst sich auf Biegen und Brechen eher nicht, sondern verhärtet mehr..

Der Weg ist der Weg mit seiner eigenen Dynamik

Falls Du auf Deinem Entwicklungsweg ins Stocken gerätst, dann könnte folgende Übung hilfreich sein:


• schau mal in Deiner eigenen Lebensgeschichte nach. Gab es irgendein Ziel (darf auch gerne eine kleines sein), das Du erreicht hast , doch zu dem der Weg mit Hindernissen gepflastert war?

• Wie hast Du diese seinerzeit überwunden und was hast Du durch sie erfahren?

• Welche Fähigkeiten hattest Du erworben und hattest Du bereits, die Dir bei Deinem aktuellen Thema zur Hilfekommen könnten?

• Wie kannst Du sie aktuell nutzen?



*Dabei mögen wir Menschen doch solche „Heldenreisen“. Wir sind damit aufgewachsen und Märchen lehrten uns schon als Kinder, dass die Helden der Geschichten erst so einiges hinter sich bringen mussten, bis es zur Belohnung der Mühen kam. 😉

Akzeptanz durch Lob


Und nun erlaube Dir gerne noch, an die Übung zum Umgang mit Hindernissen noch eine kleine Übung anzuschließen.


Manchmal klappt es trotz innerer Einstellung und anderer guter Voraussetzungen doch nicht.

• Erlaube Dir, Deine „Misserfolge“ zu loben.

• Lobe oder wertschätze Dich dafür,dass Du auch, wenn es nicht den gewünschten Erfolg gab, Du jedoch etwas für Dich gelernt hast.

• Lobe Dich für Deinen Versuch.

• Benenne ohne Bewertung, was Du gelernt hast .

• Gib Dir und Deinem Inneren Zeit, um bewusst und unbewusst neue Entscheidungen zu treffen.

• Schließe dem noch ein „Danke“ an Dich selbst an.




So mancher Berggipfel wurde erst nach mehreren Versuchen über immer neue Wege erklommen.

Ich wünsche Dir gute Gefühle jederzeit!

Deine Valentinsbotin Claudia

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P.S.: Schreibe doch gerne im Kommentar, wie Dir Akzeptanz bei Deinen Vorhaben hilft oder half. Und lasse Dich gerne von meinen anderen Artikeln zum Valentinstag inspirieren !

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