Depressive können von Kohlenhydraten profitieren – mein Beitrag zum Tag der gesunden Ernährung

 

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Nachdem ich ein frisches Dinkel-Chia-Brötchen gefrühstückt hatte, las ich einen Artikel zum Thema Kohlenhydrate. Dies passt aus meiner Sicht wunderbar zum 07. März, dem Welttag der gesunden Ernährung. Und noch schöner: die Welten der Psychotherapie und der Ernährungswissenschaft geben sich dabei die Hand.

Im Rahmen einer Studie zur sogenannten DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension), die an sich für Menschen mit Bluthochdruck gedacht ist, stellte sich heraus, dass das Risiko der Teilnehmer an Depressionen zu erkranken, um 11% verringert wurde.

Das Wort „Diät“ ist hier im Sinne von „Maßnahme zur ernährungsbasierten Verbesserung der eigenen Gesundheit“ gemeint und nicht im Sinne von „Abspecken“.

Im Rahmen der DASH-Diät werden die Zufuhr von Salz und Fetten sehr gesenkt und der Verzehr von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten erhöht. Diese Ernährungsweise ist also stark kohlenhydratbetont.

Und wie Ihr Euch denken könnt, sollen langkettige Kohlenhydrate zugeführt werden, also die, die die Blutzucker nicht abrupt in die Höhe schießen lassen, sondern ihn sanft und gleichmäßig ansteigen lassen.

 

Ich möchte gleich folgendes anführen: es gibt besonders im Rahmen von Ernährungskonzepten nicht D I E alleinige Wahrheit. Gut ist, was hilft und zu einem persönlich passt. Studien in der Welt der Ernährung sind oft mehr Hinweise als alleinige Heilsbringer.

Wer als gesunder Mensch mit seiner kohlenhydratfreien oder kohlenhydratarmen Ernährung zufrieden ist , darf sich gerne daran erfreuen.

Kohlenhydratarme oder -freie Ernährungsformen können eventuell z.B. bei Schilddrüsenerkrankungen wie der Hashimoto-Thyreoiditis einen positiven Beitrag für einen verbesserten Stoffwechsel liefern. Auch hier kommt es wieder auf den individuellen Versuch an.

 

Aber die DASH-Ernährungsweise könnte eine Chance darstellen.

Es gibt noch andere Studien, die positive Belege zum Thema Depressionen und Kohlenhydrate bringen.

Aus dem Jahr 2009 stammt die Untersuchungsreihe der Universität von Adelaide, die herausfand, dass bei langzeitiger kohlenhydratarme und fettarmer Ernährung es vermehrt zu psychischen Disbalancen, Ängsten, Depressionen, Gereiztheit und Ärger sowie geistiger Verwirrung kam.

Die Gegengruppe, die eine kohlenhydratbetonte und fettarme Ernährung erhielt, zeigte diese Zeichen nicht. Der Abnahmeerfolg war bei beiden Gruppen innerhalb der Studie gleich.

Das Abstract zur Studie findet man hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19901139

Lasst Euch Eure Kohlenhydrate schmecken 🙂

Wie Ihr sie am liebsten genießt, dürft Ihr gerne als Kommentar hinterlassen

Liebe Grüße von

Claudia

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